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Bärenbachstraße 12, 53506 Rech Tel.: +49 02643 8489 email: johannes.hostert@live.de Weingut Johann Jakob Hostert
        enn Johannes Hostert auf der Sonnenterrasse seines über 150-Jahre alten Recher Weingutes Johannes Jakob Hostert den Blick schweifen lässt, werden Erinnerungen aus seiner Jugend wach. "Dort hinten, am Hang "An Koppen", standen bis vor 30 Jahren die Weinstöcke des Malingers. Er hat im Verschnitt manchem Riesling erst die Trinkbarkeit verliehen. "Früh wieß" nannte man den frühreifen, gelbbeerigen Weisswein, der Ende August Anfang September geerntet wird". In der vierten Generation besitzt die Familie Hostert den letzten Malinger- Weinberg an der Ahr im Walporzheimer Pfaffenberg. "Trotz ihres Alters von 90 Jahren besitzen die Rebstöcke eine starke Wuchskraft und erbringen einen guten Ertrag" betont Johannes Hostert. Sein Vater Alois Hostert spielte schon mal mit dem Gedanken, den Malinger auszureißen, da der Malinger besonders in der Blütezeit im Juni sehr regenempfindlich war und eine ganze Ernte "verregnen" konnte. "Dieses permanente Risiko ist seit dem Klimawandel stark zurückgegangen". Der auf schwerem Mutterboden oberhalb von Försters Weinterrassen stehende 1600 Quadratmeter große, wurzelechte Malingerwingert hat 1330 Rebstökke und hat dieses Jahr die stolze Öchslezahl von 85 erreicht." In normalen Jahren liegt die Öchslezahl zwischen 66 und 75", so Hostert. Der Malingerwingert ist maschinell nicht zu bewirtschaften. Das liegt weniger an seiner relativ geringen Steigung, sondern am Rebstockabstand von nur 1 bis 1,2 Meter, der geringer ist als in den heute angelegten Weinbergen. Johannes Hostert baut den Malinger in den drei Geschmacksrichtungen lieblich,halbtrocken und trocken an. Aufgrund der starken Kundennachfrage sind die insgesamt 1500 bis 2000 Flaschen Jahresproduktion des Malingers immer sehr schnell ausverkauft. "Mit Pilzkrankheiten hat der Malinger keine Probleme, seine dünne Haut macht ihn aber regenempfindlich und er braucht eine sorgsame Behandlung". Für den Ahrweinexperten Paul Gieler musste der Malinger in den 50er Jahren dem ertragreicheren und blütebeständigen Müller-Thurgau weichen. Alexander Kohnen vom International Wine Institute in Ahrweiler weist auf die Synonyme hin unter denen der Malinger auch firmiert: "Die Rebsorte Früher Malingre wird auch Blanc précoce de Malingre, Early Malingre, Früher gelber Malinger und Malenga, genannt. Aber auch klangvolle Namen wie "Madeleine blanche de Malingre", die auf seinen frühen Reifebeginn am Magdalenennamenstag dem 22. Juli und auf seine Herkunft aus Frankreich hindeuten." Paul Gieler betont, dass der Malinger nicht mehr unter den 152 in Deutschland angebauten Keltertraubensorten aufgeführt wird.:"Damit kann angenommen werden, dass Johannes Hostert den einzigen Weinberg in Deutschland besitzt, auf dem diese Rebsorte noch steht. Der Wein ist daher mehr als nur eine Rarität". Für Johannes Hostert jedenfalls ist der Malinger-Wingert ein Glücksfall, in dem das Vermächtnis seines Großvaters und Namensgeber des Weingutes Johannes Jakob Hostert überlebt.
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Der Hüter des letzten Malingers